Werbepsychologische Denkmodelle
Posted on | May 22, 2010 |
Reklamemodell
Der Verbraucher ist problemlos beeinflussbar, wenn es gelingt, seine Aufmerksamkeit für die Werbebotschaft zu wecken
Impact-Modell
Der Verbraucher trifft seine Entscheidungen allein nach einer Bekanntheitshierarchie. Je höher das Werbeobjekt in dieser Hierarchie steht, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich der Verbraucher für dieses Objekt entscheidet.
Einstellungsmodell
Der Verbraucher trifft seine Entscheidung gemäss der bewertenden Einstellung, die er zum Wahlgegenstand hat. Es kommt in der Werbung also allein auf die Änderung der Einstellung zugunsten des Gegenstandes an.
Image-Modell
Der Kommunikant entscheidet sich vor allem gemäss seines Idealimages für den Werbegegenstad. Gelingt es, den Gegenstand in Ausreichende Nähe des Idealimage zu bringen, so wird sich der Kommunikant für ihn entscheiden.
Motivationsmodell
Der Kommunikant organisiert seine Handlungen aufgrund von Motiven. Diese Motive stehen als eine situationsabhängige Hierarchie auch hinter den werblich zu beeinflussenden Entscheidungen. Es kommt demnach in der Werbung darauf an, die jeweils relevante Motivhierarchie aufzudecken und ein möglichst obenan stehendes Motiv anzusprechen.
Psychoanalytisches Modell
Jeder Mensch hat seine Probleme, Konflikte und Schwierigkeiten. Die Aufgabe der Werbung ist es, ihre Werbeziele über die Hilfe bei einer Konfliktlösung zu verwirklichen. Es kommt also in der Werbung darauf an, die jeweils relevanten Konflikte der Zielgruppe aufzudecken, zu erfahren, welche Wiederholungszwänge und Lösungswege besonders häufig in dieser Gruppe vollzogen werden und eine passende Ansprachestrategie zu entwickeln, die aber auch dem Persönlichkeitsbereich, zu dem der Konflikt gehört, angemessen ist.
Mediales Beeinflussungsmodell
Die Beeinflussung des Kommunikanten ist nur in einer je medientypischen Form möglich. Es kann also kein allgemeingültiges Beeinflussungsmodell geben. Vielmehr muss dies für jedes Medium gesondert entwickelt werden.
Adoptionsmodell
Es kommt in der Werbung darauf an, herauszufinden, welche Gruppe von Personen im Augenblick am ehesten bereit ist, den Werbegegenstand zu übernehmen. Die Werbe- und Marketingmassnehmen, in unserem Zusammenhang vor allem die Formulierung der Werbenachrichten, müssen sich sodann an den historischen, kulturellen, sozialen und psychischen Eigenarten der gerade adoptionsbereiten Gruppe orientieren.
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